Genderstruggling
Schüler*innen
Pride: Person mit Regenbogen im Gesicht und im Hintergrund
Jugendberatung
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Queere Menschen haben Rechte

BERATUNG, GESPRÄCHE UND UNTERSTÜTZUNG

zu LGBTIAQ+ Themen

Uns ist keine Frage zu blöd und keine Antwort zu einfach. Unsere Beratung begleitet bei Themen wie z.B. Coming Out, Identitätsfindung, Geschlecht, Beziehungsproblemen, Mobbing, Problemen auf der Arbeit und Anderem. Wir beraten alle queeren Menschen, Jugendliche, ihre Freund*innen, Familien und Interessierte - egal wie alt oder jung - egal ob geoutet, mitten drin oder noch davor.

 

JUGENDBERATUNG

für junge queere Menschen
(Jugendliche und junge Erwachsene)

Du bist dir unsicher, ob du auf Frauen oder Männer stehst? Oder du fragst dich ob du trans, inter oder non-binär sein könntest? Wir begleiten und unterstützen dich bei deinen Fragen und finden mit dir zusammen die für dich passenden Antworten!
Du hast trouble mit deinen Eltern, fühlst dich in der Schule ausgeschlossen oder gemobbt. Wir haben ein offenes Ohr, hören dir zu und nehmen deine Probleme ernst. Du bist uns wichtig! - Und das auch, wenn wir dich noch garnicht wirklich kennen. Also, du hast was auf de, Herzen? Ruf uns an oder schreib uns eine Message!

Jugendberatung
 

GUT ZU WISSEN!

Schweigepflicht

Alles was uns erzählt wir unterliegt der Schweigepflicht. Wir dürfen Jugendlichen nicht erzählen, was wir mit ihren Eltern besprochen haben und Eltern nicht, was uns ihre Jugendlichen anvertraut haben. Von der Schweigepflicht sind wir nur entbunden, wenn das Leben von einem Menschen in Gefahr ist.

Die Schweigepflicht ist um Berufscodes des Berufsverbands der Sozialen Arbeit Avenir Social und den Arbeitsverträgen unserer Mitarbeitenden verbrieft.

 
Image by Charles Deluvio

ELTERNBERATUNG

für Mütter, Väter und Bezugspersonen
queerer junger Menschen

Es ist nicht immer einfach Eltern von einem queeren Kind zu sein. Welche Regeln gelten, wenn mein schwuler Sohn einen Freund nachhause bringt? Wie sollte ich reagieren, wenn mein bisexuelle Tochter sich über Personen aufregt, die sich unangenehm verhalten? Welche Rechte hat mein trans Kind in der Schule oder im Sport? Oder was bedeutet überhaupt non-binär?

Wir werden zu Eltern gemacht. Dafür gibt es keinen Führerausweis oder eine Prüfung. Man wird einfach Eltern. Und das ist gut und richtig so. Doch nicht alles mit dem wir als Eltern konfrontiert sind, können wir einfach lösen, haben eine Antwort drauf oder wissen damit umzugehen.

Und Eltern queerer Kinder und Jugendlichen müssen meist noch besondere Herausforderungen meistern. Wie darf mein Kind seine/ihre Sexualität leben? Darf die Freundin / der Freund über Nacht bleiben? Was ist richtig? Was ist falsch?

Unsere Berater*innen unterstützen und begleiten sie gerne bei Erziehungsfragen. Melden sie sich bei uns!

 

UNSERE BERATENDEN

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HOLGER NIGGEMANN

Geschäftsleitung & Fachperson Soziale Arbeit, Jugendarbeit und Sexuelle Bildung

holger@sozialwerk.lgbt

+41 76 389 51 00

ELIAS DEPLAZES

Fachperson Jugendarbeit

mit Schwerpunkt trans

elias@sozialwerk.lgbt

+41 78 208 04 33

GIANNI RUST

ehrenamtlicher Berater, Sozialpädagoge i.A.

gianni@sozialwerk.lgbt

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BJÖRN NIGGEMANN

ehrenamtlicher Mitarbeiter

bjoern@sozialwerk.lgbt

 

BERATUNG FÜR INSTITUTIONEN

Institutionen, Fachstellen, Arbeitgebende, Schulen, Jugendeinrichtungen und mehr!

Auch als Institution, Firma oder Schule ist man mit Themen zur Sexualität und Genderidentität bzw. Geschlechterrolle konfrontiert. Traurige Menschen können eben nicht die Arbeitsleistungen bringen wie glückliche und zufriedene Menschen. Auf der anderen Seite gibt es viele Fragen, die man als Lehrperson, Ausbildner*in und pädagogische Fachperson dein Jugendlichen oder jungen Menschen nicht stellen kann. 
Wir begleiten und betreuen sie gerne bei allen Fragestellungen rund ums queere Menschen. Egal ob es um Sexualität, Orientierung oder Geschlechtlichkeit (Gender) geht. Mit uns können sie lernen, die besonderen Herausforderungen für Lesben, Schwule, Bisexelle, Transpersonen und intergeschlechtliche Menschen zur verstehen!

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WEITERE BERATUNGSANGEBOTE

 

0800 133 133 | hello@helpline.ch

Die LGBT+ Helpline ist die Beratungsstelle für alle Anliegen in Sachen LGBT+ und die Meldestelle für homo- und transphobe Gewalt. Ihr Beratungsangebot richtet sich an alle Menschen, welche Fragen und Anliegen zum LGBT-Lebensumfeld haben – egal, welche sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität sie selbst haben.

Infos für Schulen und Jugendeinrichtungen

 

GAY, HOMO,

SCHWUCHTEL,

SCHWUL,
NO-HOMO

alles nur Jugendsprache?

Auf Schulplätzen, in Jugendräumen und co hört man sie immer wieder: queere Bezeichnungen, gemeint als Beleidigung und zur Denunzierung. Viele Lehrpersonen, Jugendarbeitende, Sozialarbeitende und co. fühlen sich nicht sicher genug um einzuschreiten oder tun diese verletzenden Worte als Jugendslang / Jugendsprache ab.

Das ist leider falsch!

Der einzelne Jugendliche weiss vielleicht nicht, warum er diese Beleidigung gewählt.

 

Doch es ist der häufigste Grund warum queere Jugendliche sich in Schulen unwohl fühlen und von der Gesellschaft abgelehnt.

Diese "Jugendsprache" sorgt für Depressionen bis hin zum Suizid. Und das gilt es zu verhindern! Tragen sie mit die Verantwortung, dass es jungen queeren Menschen in ihrer Institution gut geht!

In der Schweiz sind Beleidigungen strafbar. Queeren Personen "Schwuchtel" hinterher zu rufen ist ein sexueller Übergriff! Daher ist es wichtig, dass alle Fachpersonen und Angestellten einer Einrichtung, Schule, Institution etc. immer reagieren. Weisen sie drauf hin, dass sie so ein Verhalten in ihrer Anwesenheit, auf dem Schulgelände oder im Jugendraum nicht dulden. "Ich will nicht, dass du andere Menschen mit diesem Wort beleidigst!" "Ich will nicht, dass du so redest!" Es lohnt sich, später das Fehlverhalten im Einzelgespräch mit den Jugendlichen zu thematisieren. Sie retten damit Leben und machen ihre Institution zu einem sicheren Ort für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen!

Im Jahr 2012 führte die Universität Cambridge eine Umfrage bei 1614 homosexuellen Jugendlichen durch. Aus den Befunden wurden Empfehlungen für Toleranz gegenüber Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aller sexuellen Orientierungen abgeleitet, welche eduQUEER übersetzt und an die Schweizer Verhältnisse angepasst hat.

Auch unsere Beratenden unterstützen sie bei den Massnahmen in ihrer Institution, Schulhaus etc..

 
 
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BEGRIFFE

einfach erklärt

 

QUEER

Queer ist ein Sammelbegriff für Homo-, Bi- und Pansexuell, Asexuell, Intergeschlechtlich und Transgender.

Queer ist als Sammelbegriff aber nicht abschliessend.

Unter Queer hat auch Heterosexualität und Heteroromantik ihren Platz. Das Wort queer ist niemals ausgrenzend, sondern immer mit einschliessend!

 

GAY

Oft werden/wurden queere Menschen mit dem Wort Gay beleidigt. Ursprünglich war es eine Beleidigung für Männer die Sex mit Männern haben. Doch die queere Gemeinschaft hat dem Wort durch Nutzung als Selbstbezeichung eine neue Bedeutung gegeben. Gay dient nun häufig als Sammelbegriff für queere Menschen.

 

LGBT, LGBT+, LSBT, LGBTIAQ*, LGBTIA-QUEER

Hierbei handelt es sich um ein Kürzel. L steht für Lesbe oder lesbisch,

G steht für Gay, Schwuler bzw. schwul,

B steht für bisexuell bzw. bi,

T steht für Transgender oder trans,

I steht für Intergeschlechtlich oder inter,

A für ace, asexuell oder amourös,

Q steht für queer oder questioning. Questioning bedeutet so viel wie – ich weiss es noch nicht oder wieso spielt mein Geschlechtsidentität oder meine sexuelle Identität eine Rolle.

Im deutschsprachigen Raum sind auch noch weitere, ähnliche Abkürzungen bekannt wie LSBT. Hier steht das S wieder für schwul oder Schwuler.

 

CIS & TRANS

Cis bedeutet, dass bei dieser Person die Geschlechtsmerkmale mit der Geschlechteridentität übereinstimmen: z.B. eine Frau, die mit dem weiblichen Geschlecht geboren wurde und deren Geschlechtsidentität ebenfalls weiblich ist, ist eine cis Frau. Das Gegenteil von cis ist trans. Cis und trans sind Adjektive und werden daher kleingeschrieben und ohne Bindestrich dem Wort vorangestellt.

 

SEXUELLE ORIENTIERUNG

ist die Orientierung, welche den Ausschlag gibt, zu was für Menschen wir uns hingezogen fühlen. Eine Frau, die sich sexuell ausschliesslich zu Frauen hingezogen fühlt, hat vermutlich eine homosexuelle Orientierung. Ein Mann, der sich sexuell ausschliesslich zu Frauen hingezogen fühlt, hat vermutlich eine heterosexuelle Orientierung. Es ist zu beachten, dass die Übergänge zwischen den sexuellen Orientierungen sehr fliessend sind, die sexuelle Orientierung nur vom Individuum selber benannt werden und sich auch mit der Zeit verändern kann.

 

SEXUELLE IDENTITÄT

Die eigene sexuelle Identität wird nur vom Individuum selbst formuliert. Dabei kann das Verhalten von der Identität abweichen: z.B. definieren sich viele Männer, welche gelegentlich Sex mit Männern haben, als heterosexuell - für sie kommt nur eine Partnerschaft mit einer Frau in Frage.

 

GENDERIDENTITÄT

Die Genderidentität ist Teil des Selbsterlebens eines Menschen und damit Teil seiner Identität, in die auch andere Rollen, mit denen sich eine Person identifiziert, eingehen. Damit drückt sie sich „auch im Geschlechtsrollenverhalten aus, also in all dem, was jemand tut oder lässt, um zu zeigen, dass er sich als Mann, als Frau, oder ‚irgendwie dazwischen‘ empfindet.“ Die Geschlechtsidentität ist eine „evolutionär sehr junge, spezifisch menschliche, hochkomplexe Eigenschaft.

 

BIOLOGISCHE GESCHLECHTLICHKEIT

Bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht

Bei der Geburt wird uns ein Geschlecht zugeschrieben. Dieses Geschlecht wird oftmals nur anhand der äusserlichen Geschlechtsmerkmale festgelegt oder wird auf die Geschlechtschromosomen zurückgeführt.

 

GESCHLECHTLICHES ERSCHEINUNGSBILD

Das geschlechtliche Erscheinungsbild ist unabhängig von der biologischen
Geschlechtlichkeit und der Genderidentität. Sie ist abhängig davon, wie andere Menschen das Erscheinungsbild wahrnehmen: z.B. Personen, welche einen Bart tragen, Hosen anhaben und ihre Harre kurz tragen, können schnell als männlich kategorisiert werden, müssen sich aber selber nicht als männlich empfinden und keinen Penis und Hoden haben.

 

QUEERNORMATIV

Ein queernormativer Raum ist ein Ort, an dem Queersein zur Norm gehört und nicht erklärt oder begründet werden muss.

 

HETERONORMATIV

bedeutet, dass die Menschen in der Lebenswelt der Jugendlichen meistens heterosexuell sind. Es ist auch ein Hinweis auf das Fehlen von alternativen Rollenbildern & Vorbildern.

 

ZWEIGESCHLECHTLICH ODER 
BINÄRGESCHLECHTLICH

auch binär

bedeutet, dass in unserer Welt fast alles auf die Geschlechter Frau (weiblich) und Mann (männlich) ausgelegt ist. Dahingegen geht das sozialwerk.LGBT+ (und viele Wissenschaftler*innen) davon aus, dass es noch mehr Geschlechter dazwischen und darüber hinaus gibt (Transgender, Intergeschlechtliche, Non-Binäre, etc.).

 

* + :

Gendersternchen, Genderplus, Genderdoppelpunkt

Das Gendersternchen, Genderplus oder Genderdoppelpunkt wollen die Vielfalt von Gendern, Geschlecht und Identität umfassen. Z.B. mit Gäst*innen sollen nicht nur männliche und weibliche Personen angesprochen werden, sondern auch Personen, die sich zwischen diesen Geschlechtern befinden. Steht das Sternchen oder das Plus am Ende von LGBT / LGBTIAQ etc. wird damit zum Ausdruck gebracht, dass diese Abkürzungen nicht alle Möglichkeiten beinhalten und somit für noch mehr stehen kann.


Für uns ist die einzige richtige Schreibweise das Gendersternchen, denn es ist das von der LGBTIAQ+ Gemeinschaft selbstkreierte Symbol.


Egal für welches Symbol sich entschieden wird, für Sehbeeinträchtigte stellen alle Varianten ein Hindernis dar. Es wird  daher generell empfohlen, genderneutral (z.B. Lehrperson) zu formulieren.