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BEGRIFFE

einfach erklärt

 

Viele Worte lesen sich einfach, doch manchmal ist man froh über eine Definition. Hier findest du unsere Definitionen und Erläuterungen.

 

QUEER

Queer ist ein Sammelbegriff für Homo-, Bi- und Pansexuell, Asexuell, Intergeschlechtlich und Transgender.

Queer ist als Sammelbegriff aber nicht abschliessend.

Unter Queer hat auch Heterosexualität und Heteroromantik ihren Platz. Das Wort queer ist niemals ausgrenzend, sondern immer mit einschliessend!

 

LGBT, LGBT+, LSBT, LGBTIAQ*, LGBTIA-QUEER

Hierbei handelt es sich um ein Kürzel. L steht für Lesbe oder lesbisch,

G steht für Gay, Schwuler bzw. schwul,

B steht für bisexuelle Menschen,

T steht für Transgender oder trans,

I steht für Intergeschlechtlich oder inter,

A für ace, asexuell oder amourös,

Q steht für queer oder questioning. Questioning bedeutet so viel wie – ich weiss es noch nicht oder wieso spielt mein Geschlechtsidentität oder meine sexuelle Identität eine Rolle.

Im Deutschsprachigen Raum sind auch noch weitere, ähnliche Abkürzungen bekannt wie LSBT. Hier steht das S wieder für schwul oder Schwuler.

 

CIS & TRANS

Cis bedeutet, dass bei dieser Person die Geschlechtsmerkmale mit der Geschlechteridentität übereinstimmen: z.B. eine Frau, die mit dem weiblichen Geschlecht geboren wurde und deren Geschlechtsidentität ebenfalls weiblich ist, ist eine cis Frau. Das Gegenteil von cis ist trans. Cis und trans sind Adjektive und werden daher kleingeschrieben und ohne Bindestrich dem Wort vorangestellt.

 

SEXUELLE ORIENTIERUNG

ist die Orientierung, welche den Ausschlag gibt, zu was für Menschen wir uns hingezogen fühlen. Eine Frau, die sich sexuell ausschliesslich zu Frauen hingezogen fühlt, hat vermutlich eine homosexuelle Orientierung. Ein Mann, der sich sexuell ausschliesslich zu Frauen hingezogen fühlt, hat vermutlich eine heterosexuelle Orientierung. Es ist zu beachten, dass die Übergänge zwischen den sexuellen Orientierungen sehr fliessend sind, die sexuelle Orientierung nur vom Individuum selber benannt werden und sich auch mit der Zeit verändern kann.

 

SEXUELLE IDENTITÄT

Die eigene sexuelle Identität wird nur vom Individuum selbst formuliert. Dabei kann das Verhalten von der Identität abweichen: z.B. definieren sich viele Männer, welche gelegentlich Sex mit Männern haben, als heterosexuell - für sie kommt nur eine Partnerschaft mit einer Frau in Frage.

 

GENDERIDENTITÄT

Die Genderidentität ist Teil des Selbsterlebens eines Menschen und damit Teil seiner Identität, in die auch andere Rollen, mit denen sich eine Person identifiziert, eingehen. Damit drückt sie sich „auch im Geschlechtsrollenverhalten aus, also in all dem, was jemand tut oder lässt, um zu zeigen, dass er sich als Mann, als Frau, oder ‚irgendwie dazwischen‘ empfindet.“ Die Geschlechtsidentität ist eine „evolutionär sehr junge, spezifisch menschliche, hochkomplexe Eigenschaft.

 

BIOLOGISCHE GESCHLECHTLICHKEIT

Bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht

Bei der Geburt wird uns ein Geschlecht zugeschrieben. Dieses Geschlecht wird oftmals nur anhand der äusserlichen Geschlechtsmerkmale festgelegt oder wird auf die Geschlechtschromosomen zurückgeführt.

 

GESCHLECHTLICHES ERSCHEINUNGSBILD

Das geschlechtliche Erscheinungsbild ist unabhängig von der biologischen
Geschlechtlichkeit und der Genderidentität. Sie ist abhängig davon, wie andere Menschen das Erscheinungsbild wahrnehmen: z.B. Personen, welche einen Bart tragen, Hosen anhaben und ihre Harre kurz tragen, können schnell als männlich kategorisiert werden, müssen sich aber selber nicht als männlich empfinden und keinen Penis und Hoden haben.

 

QUEERNORMATIV

Ein queernormativer Raum ist ein Ort, an dem Queersein zur Norm gehört und nicht erklärt oder begründet werden muss.

 

HETERONORMATIV

bedeutet, dass die Menschen in der Lebenswelt der Jugendlichen meistens heterosexuell sind. Es ist auch ein Hinweis auf das Fehlen von alternativen Rollenbildern & Vorbildern.

 

ZWEIGESCHLECHTLICH ODER 
BINÄRGESCHLECHTLICH

auch binär

bedeutet, dass in unserer Welt fast alles auf die Geschlechter Frau (weiblich) und Mann (männlich) ausgelegt ist. Dahingegen geht das sozialwerk.LGBT+ (und viele Wissenschaftler*innen) davon aus, dass es noch mehr Geschlechter dazwischen und darüber hinaus gibt (Transgender, Intergeschlechtliche, Non-Binäre, etc.).

 

* + :

Gendersternchen, Genderplus, Genderdoppelpunkt

Das Gendersternchen, Genderplus oder Genderdoppelpunkt wollen die Vielfalt von Gendern, Geschlecht und Identität umfassen. Z.B. mit Gäst*innen sollen nicht nur männliche und weibliche Personen angesprochen werden, sondern auch Personen, die sich zwischen diesen Geschlechtern befinden. Steht das Sternchen oder das Plus am Ende von LGBT / LGBTIAQ etc. wird damit zum Ausdruck gebracht, dass diese Abkürzungen nicht alle Möglichkeiten beinhalten und somit für noch mehr stehen kann.


Für uns ist die einzige richtige Schreibweise das Gendersternchen, denn es ist das von der LGBTIAQ+ Gemeinschaft selbstkreierte Symbol.


Egal für welches Symbol sich entschieden wird, für Sehbeeinträchtigte stellen alle Varianten ein Hindernis dar. Es wird  daher generell empfohlen, genderneutral (z.B. Lehrperson) zu formulieren.

 

WEITERE BEGRIFFE

Wir haben auch die Begriffe lesbisch, schwul, abro und Co. erklärt. Die Erklärungen findest du mit den passenden Flaggen und Symbolen in unserem Blog.