17. Mai 2021: Die LGBTIAQ+ Vereine der Ostschweiz setzen ein buntes Zeichen

Medienmitteilung, Buchs/Chur/Schaan/St.Gallen


17. Mai 2021: Die LGBTIAQ+ Vereine der Ostschweiz setzen ein buntes Zeichen gegen Hass anlässlich IDAHOBIT- Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- & Interphobie



Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie wird seit 2005 jährlich am 17. Mai in über 130 Ländern weltweit gefeiert und als Aktionstag gegen anti-queere Diskriminierung begangen.


Es geht vor allem darum, gegen LGBTIQ*-Phobie im eigenen Alltag und allgemein in der Welt zu protestieren, Solidarität zu zeigen und einzufordern sowie mit der Sichtbarkeit von queeren Menschen zur Aufklärung beizutragen. Denn noch immer gibt es täglich Diskriminierung und rechtliche Ungleichbehandlung von LGBTIAQ+ Menschen. „Gerade erst kam das Referendum zur „Ehe für alle“ zu Stande, was abermals eine strukturelle Ausgrenzung unserer Community darstellt“, so Björn Niggemann vom sozialwerk.LGBT+. Auch der Vergleich des Fürsten von Liechtenstein bezugnehmend Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare sorgte unlängst über die Landesgrenzen hinaus für Unmut. „Grund genug, einmal mehr und mit vereinten Kräften für Gleichbehandlung, Akzeptanz und gegen Hass aktiv zu werden“ so die Initianten dieser Kampagne. Denn erstmals schliessen sich dazu die LGBTIAQ+ Vereine der Ostschweiz, Otherside aus St. Gallen, Flay aus Liechtenstein und das sozialwerk.LGBT+ zu einem starken Team zusammen. „Wir wollen die Bevölkerung sensibilisieren, aufmerksam machen und Missstände aufzeigen, die im 21. Jahrhundert einfach nicht mehr existieren dürfen“, so Björn Niggemann, Vorstand des sozialwerk.LGBT. „Wir haben bereits im letzten Jahr versucht, die Stadtpräsidenten von Chur und Buchs dazu zu bewegen, an diesem Tag die Regenbogenflagge als Zeichen der Solidarität am Stadthaus zu hissen, was aber abgelehnt wurde. In diesem Jahr haben wir nun in früher Absprache mit Dr. Daniel Gut aus Buchs, Maria Pappa aus St. Gallen und Urs Marti aus Chur das konstruktive Gespräch gesucht und positive Resonanz zu unseren Alternativen erhalten. Es macht uns froh und Stolz, dass Stadtpräsidenten*in uns dieses Jahr unterstützen und auch klar Flagge bekennen“, so Björn Niggemann weiter.

„Mit den Regenbogenfahnen wird ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Akzeptanz gesetzt, weshalb der Stadtrat Buchs die entsprechende Anfrage positiv beurteilt hat“ so Stadtpräsident Daniel Gut aus Buchs.

«Unsere Vereine suchen an diesem Tag an verschiedensten Standorten aktiv den Kontakt zur Bevölkerung. In Liechtenstein wird der Verein Flay beim Lindaplatz in Schaan vertreten sein. Der Verein und die LGBTIQ*-Community bedanken sich herzlich beim SAL in Schaan für die gelungene Kooperation und freuen sich auf alle Besucher*innen, die mehr über queeres Leben in Liechtenstein erfahren oder ihre Unterstützung kundtun möchten», so Elia Deplazes, Vorstand vom Verein Flay. «Wir kämpfen nicht gegen Hass. Wir kämpfen für Liebe und Gleichberechtigung» so Sylvie Keller, Vorstand von Otherside in St. Gallen. Und „Zusammen mit FLay, Otherside, Schüler*innen aus Untervaz, Maienfeld, Chur und Schiers setzen wir ein Zeichen gegen Hass und Gewalt an queerem Leben und machen die Welt bunter!“ betont Holger Niggemann, Jugendarbeitender und geschäftsführende Person des sozialwerk.LGBT+ abschliessend.

Wo und Was?

  • Chur: Fussgängerzone zwischen Postplatz und Bahnhof mit Regenbögen dekoriert, Quaderwiese mit Regenbogen dekoriert, Verteilaktion von Regenbogenherzen

  • Buchs: Bahnhofstrasse mit Regenbögen dekoriert, Verteilaktion von Regenbogenherzen

  • Schaan: Standaktion Zentrumsplatz mit Flyern

  • Stadt St. Gallen: Standaktion Vadianplatz mit Flyern

  • Diverse Schulen in Maienfeld, Untervaz, Chur und Schiers: Schüler*innen tragen Regenbogenmasken oder Regenbogenherzen auf der Kleidung.

Queer, LGBT, LGBTIAQ+ sind Sammelbegriffe/Abkürzungen für lesbisch, schwul (gay), bisexuell, trans* (Transgender), intergeschlechtlich, non-binär/agender, asexuell/aromantisch, pansexuell und viele andere. Kurzum als Queer werden Menschen die nicht heterosexuell und/oder cis sind bezeichnet. Cis ist das Gegenteil von Trans* (Transgender) und meint dabei Menschen, deren biologisches Geschlecht nicht mit dem Identitätsgeschlecht übereinstimmt.

Über Flay

Der Verein Flay wurde im 1998 mit dem Ziel gegründet, eine Anlaufstelle für queere Menschen in Liechtenstein zu sein. Er baut Vorurteile gegenüber der LGBTIQ*-Community ab, leistet Hilfe bei ComingOut-Problemen und setzt sich für die Gleichstellung von queeren Menschen ein.

Über Otherside

Am Samstag, 10. November 2018 wurde in St.Gallen «Otherside», eine neue LGBTIQ*-Gruppe, gegründet. Otherside will einen neuen Treffpunkt für Menschen aus St. Gallen und Umgebung schaffen. «Wir sind offen für Interessierte jeden Alters, Geschlechts oder sexueller Orientierung, sei einfach Du selbst!». Otherside will die Community in der Ostschweiz stärken und allen – ob geoutet oder ungeoutet – einen Treffpunkt anbieten.

Über sozialwerk.LGBT+

Das sozialwerk.LGBT+ setzt sich für die Belange von LGBTIQA Menschen, ihren Angehörigen und Freunden in der gesamten Südostschweiz ein. Insbesondere bietet das sozialwerk.LGBT+ mit dem neuen treff.LGBT+ professionelle Beratungs-, Bildungs-, Vernetzungs-, Kommunikations- und Kulturangebote speziell für queere Jugendliche an. Der Verein setzt sich für Chancengleichheit des queeren Lebens in allen Belangen ein und strebt die Zusammenarbeit mit anderen gleichgerichteten Organisationen an.

Mehr Informationen finden Sie unter www.sozialwerk.lgbt. Medienanfragen bitte an Björn Niggemann, Vorstand sozialwerk.LGBT+, bjoern@sozialwerk.lgbt, 076 434 46 55

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