Mit noch mehr Power für die Queere Community in Graubünden und der Ostschweiz

Aktualisiert: Okt 14

Medienmitteilung


Chur/Buchs. Der Verein sozialwerk.LGBT+ ist auch in diesem Sommer durchgängig für queere Menschen in Graubünden und der Ostschweiz aktiv. „Aber die Nachfrage unserer Angebote ist mit ehrenamtlich tätigen Menschen kaum mehr zu bewältigen“, teilt Holger Niggemann, geschäftsführende Person des Vereins mit. Am 01. August 2021 wird somit das Team durch einen weiteren Mitarbeitenden, Elia Deplazes aus Liechtenstein verstärkt. „Wir sind überaus froh, mit Elia einen sehr kompetenten und aufgeschlossenen Mitarbeitenden gewonnen zu haben. Sein Wissen im Bereich Transidentität/Transgeschlechtlichkeit wird die Kompetenz unseres Vereins weiter stärken und noch mehr Möglichkeiten für beste Beratung schaffen“, so Björn Niggemann, Vorstand des Vereins. „Ich wünsche mir für die LGBTIAQ+ Community endlich Gleichberechtigung. Durch meine Transidentität habe ich Erfahrungen und Wissen, welches Menschen helfen kann, die noch in ihrer Selbstfindung stecken. Für die Zukunft wünsche ich mir mehr Aufklärung, mehr Verständnis und eine Gesellschaft, die über den Tellerrand hinaussieht. Ich bin überzeugt, mit meiner Motivation viel dazu beitragen zu können und Menschen aus Graubünden und der Ostschweiz zu unterstützen“, so Elia Deplazes.


Das es gerade jetzt wichtig ist, das Team weiter aufzubauen, zeigt sich auch anhand der Zahlen von Menschen, die die Angebote des sozialwerk.LGBT+ nutzen. Diese steigen nämlich seit Öffnung im Januar 2021 der Anlaufstelle treff.LGBT+ in Chur, dem queeren Jugendzentrum, konsequent. Dies eben vor allem im Jugendbereich. „Immer mehr junge LGBTIAQ+ Menschen kommen zu uns, lassen sich beraten, vernetzen sich, tauschen sich aus, finden die erste Liebe. Sie können bei uns sein wer und wie sie sind. Sie fühlen sich wohl und gut unterstützt. Darauf sind wir stolz und somit auch froh, dass wir eine weitere gut ausgebildete Fachperson im Team fest anstellen konnten“, betont Björn Niggemann weiter. Gleichzeitig bedauert aber der Verein, dass nun auch in Chur sehr rigoros die Regenbogenflaggen und LGBTIAQ Symbole im Stadtbild zerstört und entwendet werden. Bei einem Detailhändler in der Innenstadt kam es bereits zum dritten Mal zum Diebstahl der Regenbogenflagge und zu guter Letzt sogar zu deren Verbrennung. „Das ist ein sehr trauriger Zustand, den wir bisher in Chur so nicht erlebt hatten. Es braucht mehr Dialog und Transparenz für das, was wir tun. Jeder Mensch ist gleich und jeder hat die gleichen Rechte. Es braucht mehr Toleranz und Akzeptanz. Wir LGBTIAQ+ Menschen sind immer noch nicht gleichberechtigt und müssen für unsere Interessen kämpfen. Leider!“, so Björn Niggemann. Der Verein sucht gegenwärtig auch nach weiteren finanziellen Unterstützenden und hofft auf die Wirtschaft in Buchs und Chur.


Über sozialwerk.LGBT+

Das sozialwerk.LGBT+ setzt sich für die Belange von LGBTIQA Menschen, ihren Angehörigen und Freunden in der gesamten Südostschweiz ein. Insbesondere bietet das sozialwerk.LGBT+ mit dem neuen treff.LGBT+ professionelle Beratungs-, Bildungs-, Vernetzungs-, Kommunikations- und Kulturangebote speziell für queere Jugendliche an. Der Verein setzt sich für Chancengleichheit des queeren Lebens in allen Belangen ein und strebt die Zusammenarbeit mit anderen gleichgerichteten Organisationen an.

Mehr Informationen finden Sie unter www.sozialwerk.lgbt.


Medienanfragen bitte an Björn Niggemann, Vorstand sozialwerk.LGBT+, bjoern@sozialwerk.lgbt, 076 434 46 55

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